Jeder Mensch hat eigene Möglichkeiten für Ausgeglichenheit und Erholung von Körper, Geist und Seele zu sorgen. Doch dafür muss er auch die Gelegenheit bekommen, z.B. durch ausreichende Bewegung (in frischer Luft bei Tageslicht) und emotionalen Reizen (Ansprache, Musik etc.)
Man stelle sich folgende Situation vor: Ein zukünftiger Bewohner hängt sehr an seinem Haustier. Er weigert sich, sein Zuhause ohne den geliebten Zwei- oder Vierbeiner zu verlassen. Kein Problem, ins Pflegeheim Lückerheide dürfen Tiere einfach mitkommen – sogar ein Pferd.
Katzen, Hunde, Vögel, Kaninchen und Hamster – Menschen mit Demenz leben beim Umgang mit Tieren auf. Sie zeigen weniger „Problemverhalten“, ein besseres Sozialverhalten und fühlen sich weniger einsam. Das haben Studien im In- und Ausland gezeigt.
Viele alte Menschen mit Demenz haben Untergewicht. Doch man kann dafür sorgen, dass sie besser essen. Zum Beispiel, indem man eine gemütliche Atmosphäre schafft. Das Ergebnis? Die Senioren nehmen zu und auch ihre geistigen Fähigkeiten verbessern sich!
Auf gesunde Ernährung sollte bei allen Senioren geachtet werden, bei beginnender Alzheimer-Krankheit jedoch besonders. Schon in den Anfangsstadien der Erkrankung besteht die Gefahr von Mangelernährung, wie eine neuere kanadische Studie zeigt.
Geht die Morgenpflege mühsam vonstatten? Einfach dabei singen! Eine schwedische Studie hat ergeben, dass eine singende Pflegekraft einen guten Einfluss auf alte Menschen mit Demenz ausübt. Sie verhalten sich positiver, empfinden mehr Freude, sind weniger aggressiv und die Kommunikation fällt leichter. Auch Hintergrundmusik wirkt sich positiv aus.
Professor Jan Hamers über Bewegungsfreiheit Auch alte Menschen mit Demenz möchten sich frei und gefahrlos bewegen können. Trotzdem werden viele in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Sie werden zum Beispiel festgebunden, „fixiert“, wie es im Jargon heißt. Warum? Und mit welchen Folgen? Welche Alternativen gibt es, und wann könnten sie erfolgreich sein? Professor Jan Hamers hat das Wort.