Demenzkranke zu unterstützen heißt, mit Menschen zu arbeiten, und das ist Maßarbeit. Den Kranken zuhören, sie ernst nehmen, sie mit Geduld und Respekt behandeln; darum muss es in der Pflege und Betreuung gehen.
Pflegeheimarzt Hans Houweling hat nie fixiert. Menschen mit Demenz suchen Halt. Dann ist es abwegig, sie festzubinden, sagt der „Anti-Fixierer“ der ersten Stunde. „Wir müssen ihnen statt dessen Nähe, Gemütlichkeit und Geborgenheit bieten.“
Im Bethesda Altenheim in Gronau wird nicht fixiert. Es werden auch so wenig wie möglich Beruhigungsmittel verabreicht. Stattdessen richten sich die Pflegekräfte nach den Wünschen und Bedürfnissen der Bewohner; die Bewohner gestalten ihren eigenen Tagesrhythmus und können zudem an Kräftigungsübungen teilnehmen. ,,Mutig sein und neue Wege ausprobieren“, lautet das Motto.
Kürzlich brachte IDé eine Fotoreportage über den Klanggarten der Otto-und-Anna-Herold-Stiftung im bayrischen Karlstadt. Hier nun eine kurze Reportage über die Philosophie des Hauses. „Ein jeder trage des anderen Last … wir helfen tragen.“
Wie macht man mit dem Fixieren ein Ende? Was bedeutet das für die Leitung und das Management der Pflegeeinrichtung? Worauf muss man achten, was ist notwendig, was sollte man vermeiden? Ein Bericht über die Erfahrungen des Pflegeheims Lückerheide im niederländischen Kerkrade. Im Rahmen des Projekts „Stopp den Gurt“ wurde der Einsatz von Fixiergurten dort von 25 auf 2 Prozent reduziert.
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