Bei Amsterdam, in Weesp, ist ein komplettes Dorf für Demenzkranke errichtet worden. Patienten können sich auf dem gesamten Areal frei bewegen. Die Folge: Sie sind ruhiger, haben weniger Angst, rufen seltener nach Hilfe.
Theater
Bis vor kurzem waren die 140 Patienten in einem Hochhauskomplex untergebracht. Doch inzwischen sind alle in das neue Alzheimerviertel umgezogen: ein komplettes Dorf ,, De Hogeweyk“ mit Straßen, Gärten und einem Dorfplatz mit Boule-Bahn. Selbst Supermarkt, Theater, Friseur und Schönheitssalon fehlen nicht. Auch einen Hausarzt gibt es und eine Praxis für Physiotherapie.
Weiterleben wie früher
Die Bewohner von ,,De Hogeweyk“ können weiterleben wie früher in ihren eigenen vier Wänden. Das liegt nicht nur daran, dass sie in kleinen Häusern mit maximal sechs Bewohnern untergebracht sind. In dieser Wohngemeinschaft kann, wer will, weiterhin kochen, im Garten Unkraut jäten oder handwerkeln. Auch liegt es nicht nur daran, dass sich die 23 Häuschen und Wohneinheiten zusammen mit Läden, Cafés und Restaurants zu einem ganz normalen Straßenbild zusammenfügen.
De Hogeweyk geht noch einen Schritt weiter: Hier können Alzheimerpatienten zusammen mit ihren Angehörigen sogar aus sieben verschiedenen Lebensstilen wählen. Damit bestimmen sie den Tagesablauf, das Essen, die Einrichtung, ja selbst die Musik, die gehört wird.
Quelle: Rheinischer Merkur.
Mehr über dieses Dorf lesen?
Lesen Sie den Artikel in Rheinischer Merkur.
Lesen Sie den Artikel in Berliner Zeitung.