Das Pflegeheim der Otto-und-Anna-Herold – Stiftung liegt in Karlstadt, einem Dorf in der Nähe von Würzburg. Die 24 dementiell erkrankten Bewohner sind im beschützenden Wohnbereich untergebracht, aber die Türen sind immer offen. Sie können jederzeit in einen angenehmen Garten gehen.
Garten der Sinne 
Es ist ein ‘Garten der Sinne’ der alle Sinne anspricht und anregt. Ein ‘Wahrnehmungsgarten’. Mit Springbrunnen, Endloswegen, Sitzgruppen, Treffpunkten, Blumen, Pflanzen, Tieren. Der Garten ist umzäunt, wird aber nicht so erfahren, weil Sträucher und Bäume die Begrenzung der Anlage verbergen. Und – weltweit einzigartig in einer Senioreneinrichtung - darf dieser Garten auch ‘Klanggarten” heißen.
Klanggarten
Der Klanggarten ist in Kooperation mit dem Würzburger Komponisten Burkard Schmidl entstanden. Aus acht Lautsprechern erklingt beruhigende und besondere Musik.. ‘Weltmusik’ nennt der Komponist seine Mischung aus Klassik, Jazz und Meditationsmusik. Aber man hört auch das Rauschen eines Wasserfalls oder Vogelgezwitscher. Wer sich im Klaggarten aufhält, möchte ihn nicht wieder verlassen. So einzigartig ist dieses Erlebnis.
Ziel
Es fällt auf, dass die Bewohner munter und klar sind. “Aggression gibt es bei uns nicht”, sagt der außerordentlich engagierte Heimleiter Rudi Gosdschan. ‘Die Bewohner sind ja nicht eingeschlossen. Wir fixieren nicht und wir verzichten fast ganz auf die Verabreichung von Beruhigungsmitteln.’
Die Otto-und-Anna-Herold – Stiftung hat den Ruf, eines der besten Pflegeheime in Deutschland zu sein. Im April 2005 wurde es mit einem Preis ausgezeichnet. “Dieses Haus hat eine Seele”, so der Jurybericht.


