Damit die Würde gewahrt bleibt!

Clowns für Demenzkranke

Echter intensiver Kontakt ist das wichtigste bei der Unterstützung von dementen Menschen. Doch das ist nicht immer einfach - vor allem nicht in einem fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung. Hier gewinnen Clowns eine zunehmend wichtigere Rolle. 

Mit etwas Distanz betrachtet gibt es Parallelen zwischen dem Verhaltne von Clowns und dem von dementen Menschen. Beide verhalten sich auffällig und haben Probleme mit der Realität. Dies dürfte jedoch kaum der Grund für die positiven Erfahrungen beim Einsatz von Clowns sein. Ursächlich ist vermutlich eher, dass Clowns bei den meisten Menschen im Langzeitgedächtnis gespeichert und positiv belegt sind.

Die Erinnerungen an die frühe Kindheit und Jugend bleibt Demenzpatienten am längsten. Hierauf können sie zugreifen. Und hierüber entsteht der Kontakt zwischen Clown und Demenzpatient. Nicht etwa durch klamaukige Scherze, wie man sie aus dem Zirkus kennt, sondern durch freundschaftliche Begegnungen. Wie auch immer die im Moment der Begegnung aussehen mag.

Begegnungen zwischen Clowns und Patienten sind persönliche Begegnungen 1:1. Sie können Scherze, Lachen und Gespräche beinhalten. Das besondere an Clowns ist aber, dass jeder Mensch weiß, dass ein Clown auch sehr stark über Gestik und Mimik kommuniziert - ganz ohne Worte. So entsteht auch in einem fortgeschrittenen Krankheitsstadium noch ein Kontakt der ohne Sprache auskommt. Ein würdevoller Kontakt auf Augenhöhe wird möglich.  

Je weiter die Erkrankung fortgeschritten ist, je schwerer wird der Kontakt. Manchmal dauert es Minuten oder gar eine halbe Stunde bis eine Reaktion entsteht. Ausgebildete Clowns wissen, dass sie sich diese Zeit nehmen müssen. Sie verstehen, dass der Respekt vor ihrem Gegenüber an erster Stelle steht.